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ARD, den 30. Juni 2004
Jochen Nuhn

Interview von François Micheloud

<< Ein diskretes Finanzdienstleistungsunternehmen in Lausanne, das Reiche aus über 90 Ländern an Schweizer Banken vermittelt und mit der Einrichtung eines verschwiegenen Nummernkontos wirbt. >>

Quick Time

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Hansi Fischer:
"Es brechen schwere Zeiten an für Mafiosi, Diktatoren und andere Gesetzesbrecher. Die Nummer mit dem Nummernkonto in der verschwiegenen Schweiz läuft nämlich nicht mehr ab 1. Juli. Wer unerkannt auf einer eidgenössischen Bank künftig seine schwarze Kohle deponiert hat, droht aufzufliegen, weil anonyme Überweisungen nicht mehr drin sind. Ein Abgesang auf eine lukrative Tradition."

Voice-off:
"Gerne kommen vermögende Kunden an die Gestade des Genfer Sees. Ihr verlockendes Ziel: ein diskretes Finanzdienstleistungsunternehmen in Lausanne, das Reiche aus über 90 Ländern an Schweizer Banken vermittelt und mit der Einrichtung eines verschwiegenen Nummernkontos wirbt. Denn, so der Chef der Firma:"

ARDFrançois Micheloud:
"Der Kontenbesitzer ist für die meisten Mitarbeiter der Bank nur unter seiner Codenummer oder einem Pseudonym bekannt. Wenn Sie also bei einer Bank ein Nummernkonto eröffnen, kann dies zum Beispiel unter dem Namen "Octopussy" oder den Ziffern "12345" geführt werden."

Voice-off:
"Die Schweizer Banken haben sich verpflichtet, Herkunft der Gelder und Identität der Eigentümer zu prüfen, sie tun das mehr oder weniger intensiv. Ist das Geld aber auf dem Nummernkonto, konnte es bislang anonym auf ein Konto ins Ausland überwiesen werden. Ab jetzt nicht mehr."

ARDRenate Schwob:
"Das Nummerkonto bleibt selbstverständlich geschützt wie bisher, aber die Bankangestellten müssen den Kunden, der sich ein solches Nummernkonto wünscht, darauf hinweisen, dass jetzt eine gesetzliche Verpflichtung besteht, bei Zahlungsaufträgen ins Ausland den Namen des Kontoinhabers zu nennen."

Gian Trepp:
"Gute Geldwäscher sind innovative Leute. Und die haben gemerkt, dass die Verschleierung der Identität auf den Wertpapiermärkten viel einfacher zu bewerkstelligen ist als durch reine Zirkulation von Geld zwischen verschiedenen Bankkonten."

Voice-off:
"Angefangen vom philippinischen Diktatorenehepaar Imelda und Ferdinand Marcos, über Haitis Duvalier, Panamas General Noriega, bis zu Saddam Hussein oder dem kongolesischen Machthaber Mobuto: Milliardenvermögen korrupter Politiker aus aller Welt auf Nummerkonten - eine unrühmliche Tradition. Jetzt Kontoinhaber und Bank bei Auslandsüberweisungen nennen zu müssen: für den Finanzberater keine Gefahr für das Nummernkonto, für den Finanzkritiker dessen Ende."

François Micheloud:
"Ich sehe für das Nummernkonto eine brillante Zukunft, trotz dieser neuen, kleinen Einschränkung. Es wird attraktiv bleiben, allein des Mythos wegen."

ARDGian Trepp:
"Das Nummernkonto hat sozusagen den letzten Sargnagel jetzt bekommen und ist gestorben. Aber das war eine lange Agonie, wenn Sie so wollen, also die Bedeutung, die das hat, ist eigentlich gleich Null, umso mehr, als dass ja auch eine lange Übergangsfrist war. Also die Banken haben gewusst, dass das kommt, schon lange zum Voraus, und haben sich darauf einstellen können."

Voice-off:
"Und sie werden sicher Möglichkeiten finden, hier gebunkerte Milliardenvermögen auch in Zukunft diskret um den Erdball zu schicken."


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